Der KLASSE Mann kann bei allem was er tut, sich anschließend bedenkenlos „im Spiegel ansehen“, was nichts anderes bedeutet als: Er kann jederzeit vor sich selbst bestehen.
Ein überzeugendes Beispiel dafür gibt die Lektüre der Gewissensfrage des Dr. Dr. Rainer Erlinger im Magazin der Süddeutschen Zeitung oder ihrer Sammlung in Buchform. Jede Woche hält Erlinger den Spiegel vor, jede Woche erinnert er an die eine oder andere Form von Würde, die uns unsere höchste Instanz, eben unser Gewissen, vorgibt.
Der KLASSE Mann benutzt eine „white lie“, eine Notlügewenn bestenfalls um die Gefühle anderer zu schonen, nie aber leichtfertig, um ein Problem schnell und einfach loszuwerden nach dem Motto „Sagen Sie einfach, ich bin nicht da“.
Dem KLASSE Mann ist seine Glaubwürdigkeit wichtig. Deshalb überlegt er es sich gut, ob er sich am Telefon verleugnen lässt. Oder ob ein saloppes „Blaumachen“ seinem eigenen Anspruch genügt - in der Regel tut es das nicht. Er ist wahrhaftig in dem, was er sagt und tut, auf sein Wort ist Verlass.
Deshalb passt es auch nicht zu seinem Selbstverständnis, sich im Fachhandel ausführlich beraten zu lassen, um anschließend das Internet nach den günstigsten Einkaufsmöglichkeiten zu durchforsten und online zu bestellen.
© 2008 Sabine Schwind von Egelstein



