Ein KLASSE Mann wird immer eine gewisse Tischkultur an den Tag legen, ganz egal, wo er sich gerade befindet. Für das Maß an Formalität prüft er das Ambiente, die Gesellschaft und das Preisniveau der Speisekarte. Kristallgläser, Silberbesteck, Stoffservietten, Kerzen und Blumen sind ein Indiz für formelleres Verhalten. Blanke Tische und robustes Geschirr erlauben mehr Entspannung.
Als Gastgeber geht er zuerst hinein, öffnet jedoch für die Gäste die Tür und schließt sie anschließend auch wieder, denn nie würde sein Gast eine Türklinke berühren müssen. Er lässt sich vom Kellner den Tisch zeigen und bietet seinem Gast den besten Platz am Tisch an. Sich selbst setzt er so, dass er den Service gut im Blick hat. Selbstverständlich setzt er sich nicht, solange der Gast steht.
TIPP DEN BESTEN TISCH BEKOMMEN: Reservieren Sie im Restaurant IMMER vorher auf Ihren Namen, so werden Sie persönlich bekannt. Bestellen Sie den Tisch für eine Person mehr, als sie sind und erwähnen Sie, um welchen besonderen Anlaß es sich handelt. Haben Sie nicht den Tisch erhalten, der Ihnen vorschwebt, bleiben Sie ruhig, geben Sie dem Keller ein Trinkgeld, bitten ihn um einen anderen und überbrücken Sie die Wartezeit mit einem Aperitif an der Bar.
Nie laut nach dem Servicemitarbeiter rufen, mit den Fingern schnippen oder fuchteln, denn ein Kellner kommt, wenn die Speisekarte zugeklappt ist, auf Blickkontakt oder dezenten Fingerzeig; wenn nicht, sind Sie im falschen Restaurant.
TIPP SERVIETTE: Die Stoffserviette nie einfach platt auf den Tisch legen, das würde den ästhetischen Gesamteindruck des Tisches zerstören. Entweder bis zum ersten Gang lunberührt lassen, oder halb gefaltet auf den Schoß legen.
Als Gastgeber, wählt er den Wein aus. Die Auswahl des Weines dem Gast zu überlassen, der sich damit gut auskennt, ist für ihn eine Option ohne Gesichtsverlust.
Wenn mehrere Personen gemeinsam essen, aber getrennt zahlen, wird die Rechnbung durch die Anzahl der Personen geteilt, die gemeinsam gegessen und getrunken haben. Auf lange Sicht wird das ein gerechtes Mittel ergeben.
© 2008 Sabine Schwind von Egelstein



