Im Berufsleben ist die Frau für ihn Kollegin, Chefin oder Mitarbeiterin, grundsätzlich vor allem nach sachlichen Kriterien zu beurteilen und nach individuellen Stärken einzusetzen.
Obwohl die Frau im Berufsleben keine Vorrechte als Dame für sich beanspruchen kann, ist es für den KLASSE Mann selbstverständlich, keine Frau etwas Schweres tragen oder gefährliche Arbeiten ausführen zu lassen. Ritterlichkeit ist eine Grundsatzeinstellung für ihn und nicht abhängig vom Äußeren der Dame oder vom Ort der Begegnung. Und auch kein Mittel, um zu dominieren, weder im Berufs- noch im Privatleben.
Er kann auch mit einem Lächeln ohne Probleme „ungefährliche“ oder „kraftarme“ Höflichkeiten von Frauen entgegennehmen, wie eine aufgehaltene Tür, ohne sie zu erwarten oder unnötig zu kommentieren (der KLASSE Mann verhält sich selbstverständlich ebenso höflich zu seinen männlichen Kollegen).
Er sucht als Chef bei seiner Sekretärin oder Mitarbeiterin weder ein Ventil für cholerischen Stressabbau, noch ein Objekt zur Befriedigung sexueller Wünsche oder einen Sündenbock für Fehler im Arbeitsprozess. Seine Souveränität, lässt ihn die Stärken der Frauen erkennen und unterstützt sie bei ihren Schwächen. Sollte beispielsweise die Kollegin im Meeting einen genialen Vorschlag äußern, der mangels Stimmvolumen nicht gehört wurde, verkauft er nicht zwei Minuten später dieselbe Idee stimmgewaltig als seine eigene, sondern ist der Kollegin behilflich, Gehör zu finden.
Eine geeignete Frau als Chefin zu akzeptieren ist für den KLASSE Mann kein Problem. Er beurteilt auch Vorgesetzte nach Charakter und Qualifikation, nicht nach Geschlecht.
© 2008 Sabine Schwind von Egelstein



